Zur Zukunft unserer Gemeinde
von Redaktion
13.08.2026
Zur Zukunft der Gemeinde – Teil 3 (25.03.2026)
Das Presbyterium hat erste, wegweisende Entscheidungen getroffen im Blick auf die Frage, wie wir mit welchen Gebäuden in die Zukunft gehen möchten.
Die Notwendigkeit des Sparens war und ist uns allen deutlich: Immer weniger Menschen, die sich zur Kirche halten, immer weniger Einnahmen … immer größere Probleme auch im Blick auf die Frage, welche Gebäude wir behalten und so sanieren können, dass sie klimaneutral werden.
Das ist nicht Neues und wir arbeiten intensiv und lange an den damit verbundenen Aufgaben.
Es konnten Einsparungen durch Umstrukturierungen im Personalbereich – bisher ohne betriebsbedingte Kündigungen – erreicht werden. Darüber sind wir froh, auch wenn als Folge dieser Veränderungen schon jetzt Vertrautes und Liebes so nicht mehr fortgeführt werden kann. Das macht uns gleichzeitig traurig.
Nun wurden also im Blick auf die Gebäudefrage erste Entscheidungen getroffen.
Zur Vorgeschichte:
Ausgangslage war, dass wir die landeskirchliche Vorgabe, alle Gebäude, die wir besitzen, bis 2035 klimaneutral zu sanieren, aus finanziellen Gründen nicht erfüllen können, d.h., dass wir uns also von Gebäuden trennen müssen.
Dazu hatten wir seit Sommer 2025 ein Ziel im Blick: Zumindest alle Kirchen irgendwie in ihrer Funktion als Gottesdienststätten zu erhalten, um Identifikationspunkte in allen Teilen der Gemeinde zu bewahren.
Es wurden viele Gespräche mit kirchlichen Institutionen der verschiedenen Ebenen, aber auch mit verschiedenen Projektentwicklern geführt.
Leider waren die Ergebnisse dieser Gespräche eher frustrierend in dem Sinn, dass aus der Perspektive der externen Projektentwickler eine solche Idee aus ökonomischer Perspektive abwegig sei und dass die Aufgabe weit zu komplex wäre, drei Liegenschaften gleichwertig und gleichzeitig in den Blick zu nehmen und zu entwickeln. Daher der dringende Rat: Reduziert die Aufgaben und trefft jetzt erste Entscheidungen!
Für diese Entscheidung hat eine Arbeitsgruppe eine Entscheidungsmatrix entwickelt, in der verschiedene Argumente (wie z.B. Sanierungskosten, Nutzungspotentiale, Lage etc.) aufgeführt und gewichtet wurden, um eine Vergleichbarkeit zu erreichen und durch jeweilige Quantifizierungen im Blick auf die einzelnen Zentren eine transparente Bewertung zu erhalten, um entscheiden zu können, welches Zentrum wir in Zukunft als das eine Zentrum der Gemeinde entwickeln wollen.
Erste Entscheidungen zur Gebäudefrage:
Das Presbyterium hat einmütig und mit großer Mehrheit nun beschlossen: Dies soll die Maria-Magdalena-Kirche sein. Zeitnah sollen Überlegungen gemacht werden, ob zusätzlich zu der gebotenen Sanierung Um- oder Ausbauten der Maria-Magdalena-Kirche erfolgen sollen.
Darüber hinaus hat das Presbyterium Beschlüsse getroffen, wie es im Blick auf die beiden anderen Zentren, Auferstehungskirche und Emmauskirche, weitergehen soll.
Diese Projekte sollen zeitlich versetzt bearbeitet werden.
Beginnen werden wir mit der Auferstehungskirche. Möglichst bald soll ein externes Büro, das sich auf solche Projekte spezialisiert hat und mit dem bisherige Gespräche erfolgversprechend gelaufen sind, beauftragt werden, eine Machbarkeits- / Ideenstudien zu erstellen, wie eine zukünftige Nutzung der Fläche und der Gebäude der Auferstehungskirche aussehen könnte. Dabei soll vor allem auch die Hoffnung auf eine weitere Nutzung des Kirchengebäudes im Blick behalten werden.
Ziel ist es, dass solche Möglichkeiten und Ideen bis zum Sommer vorliegen und dann bis zum Ende dieses Jahres entschieden wird, was davon umgesetzt und verwirklicht werden kann. Öffnen sich da keine Möglichkeiten der Umsetzung, soll geschaut werden, wie wir die Liegenschaft veräußern können. Dies soll bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein.
Erst dann soll der gleiche Prozess (auf Grundlage der gemachten Erfahrungen) für die Emmauskirche beginnen. Ziel ist es, diese bis möglichst nahe an 2035 zu erhalten, wenn sich auch hier keine Möglichkeiten einer (teilweisen) Weiter- oder Mitnutzung ergeben sollten.
Diese Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen und schmerzen.
Auf dem Hintergrund der Notwendigkeiten war und ist unser Leitmotiv: Was gibt der Gemeinde in den anstehenden Transformationsprozessen die besten Entwicklungsmöglichkeiten?
Wir sind bemüht, all diese Prozesse so transparent wie möglich zu gestalten und auch Möglichkeiten der Partizipation in dem möglichen Rahmen zu bieten. Dafür haben wir eine Arbeitsgruppe gegründet, die nach Formaten sucht, eine weite Kommunikation und Teilnahmemöglichkeiten zu schaffen.
Ob die Entscheidungen gut oder schlecht sind, wird sich zeigen müssen.
Dass sie weh tun, das spüren wir jetzt schon.
Meine Hoffnung ist, dass wir in all den Anforderungen und schmerzlichen Abschieden nicht aus dem Blick verlieren, dass wir gemeinsam auf dem Weg der Nachfolge Christi bleiben.
Im Hebräerbrief heißt es:
„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr. 13,14)
Vielleicht auch im Blick auf die Situation unserer Gemeinde ein aktueller und mutmachender Satz.
Christoph Eidmann, Vorsitzender des Presbyteriums
Zur Zukunft der Gemeinde – Teil 2 (September 2025)
Am Anfang des Jahres habe ich hier von den Herausforderungen, vor denen die Gemeinde steht, berichtet.
Notwendige Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, um diese klimaneutral nutzen zu können, und ein strukturelles, finanzielles Defizit in den prognostizierten Haushaltsplänen der kommenden Jahre zwingen uns zu Reduktionen und Abschieden.
Intensiv arbeiten wir im Presbyterium seit Monaten an der Aufgabe, Wege zu suchen, wie diese Reduktionen und Abschiede entschieden und gestaltet werden können. So, dass nicht nur die Frustration und der Schmerz des Kleiner- und Weniger-werdens Raum einnehmen, sondern auch Möglichkeiten des Fortführens und vielleicht sogar Neuanfangens wachsen können – jenseits des Klammerns am Alten.
Das ist schwer und mühsam und ob es gelingt, wird sich zeigen. Immer wieder verschieben wir Entscheidungen, um neue Ideen zu prüfen oder um Zeit für Entwicklungen zu lassen, die sich andeuten. Ich lerne, dass das nicht eine Form der Prokrastination – also des Vor-sich-Herschiebens von Aufgaben – ist, oder eine Taktik der Entscheidungslenkung, sondern ein Ausdruck der Ernsthaftigkeit und Redlichkeit, mit denen das Presbyterium sich dieser Aufgabe widmet. Das ist – wie gesagt – mühsam, kostet Zeit und Energie, scheint aber der Bedeutung und Reichweite der anstehenden Entscheidung angemessen. Ich möchte gerne an dieser Stelle meine Achtung und meinen Dank den Presbyterinnen und Presbytern sowie den Mitgliedern des Bauausschusses gegenüber ausdrücken, die sich mit viel Engagement und hohem Zeitaufwand dieser belastenden Aufgabe stellen.
Es gab erste Entscheidungen, über die ich jetzt informieren möchte.
Im Blick auf die Gebäude, also die Frage, welche Gebäude wir behalten werden und welche nicht, ist alles noch sehr offen und in Bewegungen. Es gibt zwar Richtungen, in die wir denken und versuchen Dinge zu entwickeln, aber das ist alles noch sehr unkonkret. Sicher scheint lediglich, dass es in Zukunft nicht mehr drei Gemeindezentren geben wird. Wahrscheinlich scheint auch, dass mittel- bis langfristig nicht mehr zwei, sondern lediglich ein Zentrum für die ganze Gemeinde übrigbleiben kann.
Im Blick auf die Kosteneinsparungen zum Ausgleich des strukturellen Haushaltsdefizits sind ganz konkrete Entscheidungen getroffen worden. Die Einsparungen betreffen in geringerem Umfang das Gemeindeamt und die Kirchenmusik, ab 2027 auch den Küsterdienst, in erheblichem Umfang aber den Pfarrdienst:
Ab 2026 wird Jens Römmer-Collmann nur noch 50 % seines Dienstes in unserer Gemeinde leisten. Die anderen 50 % wird er in der Gemeinde in Eitorf arbeiten. Diese Konstruktion gilt für fünf Jahre. Danach wird er mit vollem Umfang wieder in unserer Gemeinde arbeiten. Darüber hinaus wird Irina Solmecke-Mayer ab 2027 nicht mehr in unserer Gemeinde tätig sein und die 25 % der Stelle von Katharina Stork-Denker, die sie bis dahin vertreten hat, wird vakant bleiben.
Der Sinn dieser Entscheidungen ist, den Haushalt der kommenden Jahre durch diesen Verzicht auf 0,75 % einer Pfarrstelle zu entlasten. So bekommen wir etwas Spielraum und müssen uns nicht zeitnah von anderen Mitarbeitenden durch betriebsbedingte Kündigungen trennen. Im Jahr 2030 greift diese 0,75 % Reduktion des Pfarrdienstes aufgrund des Pfarrstellenrahmenplans, der uns vom Kirchenkreis vorgegeben ist, ohnehin. Wir ziehen also diesen Einschnitt ‘lediglich‘ um zwei – bzw. drei – Jahre vor. Durch den Wegfall meiner Pfarrstelle im Jahr 2032 – durch meinen geplanten Eintritt in den Ruhestand – würden wir wieder unter der vorgegebenen Sollzahl sein, wenn Jens Römmer-Collmann wieder zu 100 % in unserer Gemeinde arbeitet.
Ich möchte mich entschuldigen, dass das alles so kompliziert geschrieben ist. Es ist eine komplexe und komplizierte Konstruktion und Situation. Die Auswirkungen sind dagegen sehr konkret. Fehlen 0,75 % Arbeitskraft im Pfarrdienst, ist deutlich, dass Arbeiten wegfallen müssen. Konkret wird die Ehrenamtskoordination (z.B die Organisation der Geburtstagsbesuche) und die Seniorenarbeit ab 2026 nicht mehr von den Pfarrpersonen geleistet werden können. Stattdessen werden andere Mitarbeitende aus unserer Gemeinde, diese Aufgaben in allen drei Zentren übernehmen. Wer das im Einzelnen sein wird, das ist noch nicht klar. Klar aber ist, dass es jemand sein wird, der oder die sich kümmert und die Arbeit fortführen wird. Auch die Konfirmandenarbeit wird nicht mehr an den drei Zentren parallel durchgeführt werden können, sondern sich auf zwei Orte konzentrieren müssen.
Darüber hinaus wird es ab dem 01.01.2026 nicht mehr drei Gottesdienste an jedem Wochenende geben, sondern in der Regel nur noch zwei, was bedeutet, dass immer in einer unserer drei Kirchen an einem Sonntag kein Gottesdienst gefeiert wird. Es wird also im ganzen Jahr (mit Ausnahme der großen kirchlichen Feste) so sein, wie es bisher in den Sommerferien geregelt war.
Liebe Gemeinde. Das ist alles sehr schmerzlich und es sind auch erst die ersten Schritte, die wir auf diesem Weg der Veränderungen gehen. Wir sind immer noch ziemlich am Anfang. Und doch gehen wir diesen Weg und suchen Wege, die gut sind, die so etwas wie Hoffnung in sich tragen.
Ich bin kein Freund der Worte, dass jede Krise eine Chance ist. Ich glaube zwar, dass sie stimmen, aber sie werden allzu schnell gesprochen und geschrieben, wenn doch eigentlich alles nur noch Mist ist.
Mist ist Mist. Und manchmal ist Mist einfach nur traurig, schmerzhaft und enttäuschend. Und es ist gut, traurig zu sein, wenn es traurig ist, wütend und verzagt, wenn etwas wehtut und man enttäuscht ist. Da ist die Chance kaum zu sehen und das Reden von ihr, klingt für mich hohl und phrasenhaft. Mist ist Mist!
Aber Mist düngt den Boden. Und darin liegt Hoffnung für mich.
Und das gilt nicht nur für den Mist, der mir vor die Füße fällt, sondern auch für den, den ich selber durch Fehler oder falsche Entscheidungen erzeuge, wenn mir etwas nicht gelingt, was mir eigentlich gelingen sollte.
Die Sorge, dass ich, dass wir in diesen Prozessen Entscheidungen treffen, die nicht gut sind, die ist in mir. Die ist groß in mir.
Die Hoffnung ist, dass Gott doch etwas Gutes daraus machen kann. Aus allem kann er Gutes machen.
Johannes Tauler hat das in wunderbaren Worten ausgedrückt:
„Das Pferd macht den Mist im Stall, und obgleich der Mist einen Unflat und Stank an sich hat, so zieht dasselbe Pferd doch den Mist mit großer Mühe auf das Feld, und daraus wächst sodann schöner Weizen und der edle, süße Wein, der niemals wüchse, wäre der Mist nicht da. Also trage deinen Mist – das sind deine Gebrechen, die du nicht abtun, ablegen noch überwinden kannst – mit Mühe und mit Fleiß auf den Acker des liebreichen Willens Gottes in rechter Gelassenheit deiner selbst. Es wächst ohne allen Zweifel in einer demütigen Gelassenheit köstliche, wohlschmeckende Frucht daraus.“
Wohl denn, weiter auf dem Weg … getrost, hoffnungsstur und glaubensheiter durch den Mist gestapft ….
Christoph Eidmann, Vorsitzender des Presbyteriums
Zur Zukunft der Gemeinde – Teil 1 (März 2025)
Vor uns als Evangelischer Kirchengemeinde Niederkassel liegen unruhige Zeiten, die deutliche und schmerzliche Veränderungen mit sich bringen werden. Seit längerem beschäftigen uns zwei – schon mehrmals thematisierte – Prozesse:
- Pfarrstellenrahmenplan: Uns ist ein Pfarrstellenrahmenplan vorgegeben, der festlegt, dass im Jahr 2030 wir die Pfarrstellen von 3 auf 2,25 reduziert haben müssen. Weitere anschließende Reduktionen sind anzunehmen.
- Klimaneutral 2035: Nach einem Beschluss der Landessynode müssen die Gebäude der Kirche auf allen Ebenen im Jahr 2035 klimaneutral sein – also auch alle unsere Gebäude. Wir haben acht Gebäude. Es ist naheliegend, dass wir aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten, die mit den notwendigen Umbaumaßnahmen zur Klimaneutralität verbunden sind, nicht alle Gebäude halten können und uns von Gebäuden verabschieden müssen. In einem Prozess ‚Gebäudebedarfsanalyse‘, der uns vom Kirchenkreis vorgegeben ist, soll geklärt werden, welche Gebäude wir in der Zukunft noch benötigen und entsprechend sanieren können.
Bei all diesen Herausforderungen kommt seit Jahresende 2024 noch eine weitere dazu: Bei der Aufstellung des neuen Doppelhaushaltes für die Jahre 2025 und 2026 haben wir prognostizierte Zahlen der Finanzen für die nächsten 4 Jahre bekommen, die ein erschreckendes Bild zeichnen. Aufgrund der hohen Austrittszahlen brechen laut dieser Prognosen die Einnahmen der Gemeinde durch ein deutlich vermindertes Kirchensteueraufkommen rapide ein. Gleichzeitig steigen die Ausgaben der Gemeinde in erhöhtem Maße, so dass wir im Haushalt pro Jahr ein Defizit von ca. 250.000 € haben werden.
Zu den beiden oben genannten Prozessen, die uns zu Veränderungen drängen, kommt nun also als dritte Aufgabe die Beseitigung des strukturellen Defizits des Gemeindehaushaltes dazu.
Es ist ein schwacher Trost, dass es uns im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden damit immer noch relativ gut geht. Schwach ist dieser Trost – und letztlich irrelevant, denn diese Zahlen zwingen uns zu schmerzlichen Entscheidungen. Da unser Hauptkostenträger Personalkosten sind, die aufgrund der allgemeinen Tarifabschlüsse und Tarifreglungen auch noch steigen, wird es nicht mehr nur noch um Abschiede von Gebäuden gehen, sondern wohl leider auch um mögliche Abschiede von Mitarbeitenden.
Die drei Prozesse/Aufgaben sind miteinander verflochten, sind aber auch eigenständig zu beachten. Klar ist: Es wird große Veränderungen geben. Wir werden uns verabschieden müssen von Vertrautem, Gewohntem. Das muss man leider so klar sagen (wie auf der Gemeindeversammlung im Januar thematisiert) und auch sehen. Klar ist auch jetzt schon: Es werden sicher in Zukunft nicht mehr drei Gemeindezentren sein, sondern zwei, vielleicht / wahrscheinlich(?) sogar nur eins, die/das wir noch behalten können.
Diese Veränderungen sind drastisch. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass sie weh tun werden. Das können wir nicht ändern. Was wir aber gestalten können ist der Weg zu den Entscheidungen, die die Veränderungen dann nach sich ziehen. Diese Entscheidungen müssen auf der Ebene des Presbyteriums getroffen werden. Wir versuchen diese so transparent wie möglich, so gemeinschaftlich wie möglich und so verantwortlich wie möglich zu gestalten. Das wird schwierig. Ich hoffe aber, dass uns das gelingen wird.
Diese Prozesse sollen bei allen Nöten nicht nur von Zahlen, von Fragen nach Geld und Gebäuden geprägt sein, sondern wir wollen sie auch inhaltlich, theologisch verantwortbar gestalten.
Dazu hat das Presbyterium eine neue Gemeindekonzeption (vgl. unten) beschlossen. Sie skizziert in knappen Worten ein Feld der Gemeindearbeit, das sich wie in einem Achsenkreuz mit einer vertikalen (zwischen dem Begriffspaar Spiritualität / Soziales Engagement) und einer horizontalen Achse (zwischen dem Begriffspaar Gemeinschaft / Gegenraum) aufspannt.
Ein zentraler Punkt in dieser Konzeption ist die Offenheit. Die Begriffe ‚öffnen, offen, Offenheit‘ ziehen sich wie ein Faden durch den kurzen Text. Das ist Ausdruck einer Grundentscheidung des Presbyteriums: Wir haben uns sehr bewusst dafür entschieden, auf die Fokussierung von möglichen Arbeitsschwerpunkten zu verzichten, und stattdessen die Offenheit in den Fokus genommen. Das Ziel wird von dieser Konzeption also nicht so sehr in der Gestaltung von einem oder mehreren möglichen Schwerpunkten gesehen, sondern in dieser Offenheit, um immer wieder situativ schauen zu können, was wachsen will und wachsen kann. Anders gesagt: Ganz bewusst haben wir nicht einzelne Arbeitsbereiche gegeneinander gewichtet und priorisiert. Dies Konzeption ist daher mehr geprägt durch eine Haltung der empfangenden Achtsamkeit (die dann aber aktiv gestalten will, was sich öffnet) als von der Haltung einer machenden Zielfokussierung, die immer in der Gefahr steht, in der Fokussierung das unvorhergesehen sich Öffnende zu übersehen.
Ein weiterer wesentlich Punkt ist die Haltung, mit der wir in diese herausfordernde Zukunft mit diesen Prozessen gehen wollen: Realistisch, aber nicht verzweifelt, sondern auf die Gegenwart Gottes vertrauend.
So wie es in der Konzeption formuliert ist:
„Gelassen und entspannt, getragen von Gottes Liebe.“
Christoph Eidmann, Vorsitzender des Presbyteriums
