Partnerschaft mit Eben Eser
Bericht zum Gemeindepraktikum von Okta Linawati und Napelya Lubis im Herbst 2025
Vom 31.10.-14.12.2025 fand das lange geplante und vor allem wegen Visa-Problemen immer wieder verschobene und schließlich auf 6 Wochen gekürzte Praktikum zweier junger Bibelfrauen in unserer Gemeinde statt. Okta Linawati und Napelya Lubis haben nahezu alle Bereiche unserer Kirchengemeinde kennengelernt und durch ihre offene Art viele Menschen berührt, die sonst wenig mit der Partnerschaft zu tun haben. In den Gesprächen mit ihnen ist deutlich geworden, wie wichtig die Partnerschaft für die Bibelfrauen ist, da es ihren Status in der HKBP aufwertet. Die Bedeutung der Partnerschaft wird vor allem darin gesehen, dass wir voneinander wissen, einander unterstützen und füreinander beten und so miteinander verbunden sind.
Der lange Begegnungszeitraum hat es ermöglicht, viele offene Gespräche zu führen über die Herausforderungen, die sich hier wie dort stellen.
Für uns als Kirchengemeinde bestehen die besonderen Herausforderungen gerade in den strukturellen Veränderungen unserer Gemeinde. Im Moment ist offen, wie die Partnerschaft über 2029 hinaus fortgesetzt werden kann
Im Mai 2026 fanden in der Maria-Magdalena-Kirche drei ökumenische Gesprächsabende und ein ökumenischer Gottesdienst an Pfingstmontag statt, gemeinsam mit in Partnerschaften und interkulturellen Projekten Engagierten aus den katholischen Schwesterngemeinden. Der Gottesdienst war gleichzeitig unser Partnerschaftsgottesdienst.
Die Gespräche, vor allem mit den Vertreter*innen der Uradi-Partnerschaft und der Pundo-Initiative waren sehr ermutigend. Wie auch bei den Begegnungen mit unseren Partnerinnen hat sich gezeigt, dass das Wichtigste ist, miteinander zu reden über die Dinge, die uns bewegen. Persönliche Begegnungen schaffen Verbundenheit, die als bestärkend erlebt wird.
Eindrücke von den Ökumenischen Gesprächsabenden
Hintergründe zu unserer Partnerschaft mit dem Bibelfrauen-Zentrum Eben Eser in Pematang Siantar, Sumatra, Indonesien
Partnerschaft – das ist der berühmte Blick über den Tellerrand, die ökumenische Verbundenheit mit Christen auf der anderen Seite der Welt, die Erfahrung, eins zu sein, so verschieden wir sind.
Seit 2004 hat unsere Kirchengemeinde eine Partnerschaft mit dem Zentrum der Bibelfrauen „Eben Eser“ auf Sumatra, Indonesien.
Die Bibelfrauen bilden (neben Pfarrer*innen, Diakonissen, Lehrer*innen etc.) eine Berufsgruppe innerhalb der HKBP, der Batak-Kirche in Indonesien.
Bibelfrauen sind theologisch und pädagogisch ausgebildet. Sie sind meistens in Gemeinden tätig und dort vor allem für die Arbeit mit Frauen und Familien zuständig. Sie leiten aber auch Gottesdienste, predigen und übernehmen diakonische Aufgaben in den Gemeinden. Neben der schon sehr intensiven 7 Jahre dauernden Grundausbildung haben viele Bibelfrauen die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren (z.B. in den Bereichen Psychologie, Jura, Fremdsprachen).
In Eben Eser ist ein Mutterhaus der Bibelfrauen entstanden. Hier können unverheiratete Bibelfrauen nach ihrer Pensionierung ihren Lebensabend verbringen. Sie werden bei Bedarf gepflegt und bleiben im Alter Teil der Gemeinschaft. Darüber hinaus ist Eben Eser ein Tagungs- und Retreatzentrum. Viele Gruppen sind hier zu Gast, es gibt große Tagesveranstaltungen und Freizeiten, die hier stattfinden.
Geleitet wird Eben Eser derzeit von der Bibelfrau Bungapola Simanjuntak.
Über die VEM, die Vereinte Evangelische Mission, bestehen historisch-gewachsene Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche im Rheinland und der HKBP. Unsere Partnerschaft ist eingebunden in ein Netz von Partnerschaften innerhalb der VEM.
Die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Niederkassel und den Bibelfrauen in Eben Eser besteht seit 2004.
In der Partnerschaft geht es vor allem um darum, sich gegenseitig zu unterstützen, voneinander zu wissen, füreinander zu beten. Persönliche Begegnungen im Rahmen von Partnerschaftsbesuchen und Konsultationen, aber auch Verbundenheit über soziale Medien sowie der persönliche Austausch über E-Mail, WhatsApp etc. sind dafür die Basis.
Die Partnerschaftsarbeit ist in unserer Gemeinde im Nachhaltigkeitsausschuss verankert – dort werden Besuche etc. vorbereitet und gemeinsame Themen diskutiert. Entscheidungen z.B. über den Partnerschaftsvertrag werden im Presbyterium getroffen.
Umweltzertifizierung "Grüner Hahn"
Ganz im Sinne unserer Partnerschaft setzen wir uns auch für die Bewahrung der Schöpfung ein. Deshalb haben wir uns mit dem „Grünen Hahn“ zertifizieren lassen. Weitere Infos finden Sie hier.
