Ostern mal ganz anders… Ein Rückblick

Ostern in Corona-Zeiten: keine Schulgottesdienste, kein Tischabendmahl an Gründonnerstag, keine Gottesdienste an Karfreitag, kein Abendmahl, keine Osternacht, kein Familien-Gottesdienst, keine Taufen.
All das hat nicht stattgefunden in diesem Jahr. Und trotzdem haben wir Ostern gefeiert. Trotz leerer Kirchen und all dem, was für uns eigentlich an Ostern dazu gehört. Und wir haben es in unserer Gemeinde an ganz vielen Orten erlebt und weitergegeben, was Ostern bedeutet: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!
Denn Ostern, das ist das Fest des Lebens. Wir feiern, dass das Leben stärker ist als der Tod. Dass die Verzweiflung nicht das letzte Wort hat, sondern dass es Hoffnung gibt. Ostern, das ist ein Fest voller Freude, das Kraft verleiht und die Angst ver-treibt! In vielen kleinen Momenten hat sich das mir in diesem Jahr gezeigt:

Bei der Verteilung der Ostertüten an die Familien etwa gab es wunderbare Begegnungen, Zeit für Gespräche über den Abstand hinweg. Die Ostertüten in der Emmauskirche repräsentierten für mich die vielen Familien, die sich unserer Kirche und Gemeinde verbunden fühlen.

Ostergrüße wurden weitergegeben – liebe Menschen haben anderen Mut gemacht am Telefon und gezeigt, dass wir aneinander denken.
Ostersteine wurden an unseren Kirchen abgelegt. Sie erzählen von lebendiger Hoffnung – Zeichen der Auferstehung! Bläser haben es von den Türmen unserer Kirchen verkündet: Christ ist erstanden! Halleluja!


Und wir haben auch Gottesdienst gefeiert, wenn auch in anderer Form: Den Ostergottesdienst aus der Auferstehungskirche haben sehr viele Menschen aus unserer Gemeinde und darüber hinaus online von zu Hause aus verfolgt und mitgefeiert und viele waren dankbar für diese Möglichkeit, miteinander als Gemeinde Ostern feiern zu können.

Wir danken für die zahlreichen Rückmeldungen zu diesem besonderen Gottesdienst, aber auch zu den „ErMUTigungen“, die Woche für Woche durch liebe Hände in die Haushalte verteilt werden. Das zeigt doch, wie die Osterbotschaft ihren Lauf nimmt – und sich durch Corona nicht aufhalten lässt – im Gegenteil!

Nicht zuletzt hat die aufblühende Natur ihr Übriges getan und unser Herz erfreut und leicht gemacht: die blühenden Kirsch- und Apfelbäume, die Sonne, der blaue Himmel, das frische Grün – all das sind Zeichen des Lebens, österliche Spuren, denen wir in diesen besonderen Ostertagen 2020 gefolgt sind.

Ostern mal ganz anders – und nicht weniger intensiv – im Gegenteil. Lassen wir uns weiterhin tragen von der Kraft der Auferstehung!

Katharina Stork-Denker

Wer den Oster Gottesdienst oder den Gottesdienst vom 3. Mai  noch einmal anschauen möchte, bitte hier klicken