wenn man älter wird

Besuchsdienst im Elisabeth-Haus in Niederkassel

Ja, leider nach vielen Jahren, ist der Besuchsdienst im Elisabeth-Haus in Niederkassel nicht mehr tätig. Es waren wunderschöne Jahre.

Wir sind oft mit den Bewohnern spazieren gegangen am Rhein und haben den Schiffsverkehr bestaunt oder bewundert. Oft haben wir auch Einkäufe getätigt, gesungen im Garten, erzählt oder auch „Mensch, ärgere dich nicht“ gespielt.
In der Adventszeit haben wir die Engel im Engelsgewand vertreten. Bei manchen Bewohnern kam dazu die Bemerkung „Das sind ja echte Engel!“.

Es wurden Weihnachtsgeschichten und Gedichte vorgelesen und Lieder gesungen. Es gab viel Freude und auch viel Leid. Immer wieder haben wir versucht, die Bewohner zu ermuntern, und die Ehrenamtlichen haben sich beraten, wenn es kritisch wurde. Aber nach dem Regen kam auch wieder die Sonne. So konnten wir immer mit Freude dem Donnerstag im Elisabeth-Haus entgegensehen.

Im Jahr 2020 kam dann leider die Corona-Pandemie. Die Ehrenamtlichen – sowie Angehörige und sonstige Besucher – durften das Altenheim nicht mehr betreten. So haben wir dann durch die lang anhaltende Pandemie den Kontakt zu den Bewohnern etwas verloren, es gab leider auch Sterbefälle. Der Besuchsdienst hat sich dann entschieden, wegen bestimmter Maßnahmen und persönlicher Gründe das Ehrenamt nicht mehr fortzuführen.
Helga Neu

Ende einer Ära…

So viele Schokoladentäfelchen, wie es brauchen würde, um die jahrzehntelangen treuen Dienste des Besuchsdienstes, aufzuwiegen, konnten wir leider nicht organisieren…. Deshalb überreichen wir an dieser Stelle nur symbolisch eine ganze Kiste!

Tatsächlich ist es so, dass viele Menschen in unserer Gemeinde an vielen Orten das Gemeindeleben prägen und durch ihren Einsatz beschenken. Mehr als 30 (!!!) Jahre kontinuierlichen, wöchentlichen Engagements – das ist aber tatsächlich eine Besonderheit. Oft sind mir Erzählungen von Heimbewohner*innen zu Ohren gekommen, ich erinnere mich an die strahlenden Gesichter, die sich auf viel Extra-Zuwendung am Donnerstag-Nachmittag freuten. Viele verschiedene „gute Geister“ haben an dieser Arbeit über die Jahre mitgewirkt – einige sind bis zuletzt dabei geblieben. Dieser Kreis wird dem Haus und auch uns als „Standbein der Gemeinde“ im Haus Elisabeth sehr fehlen, da bin ich mir sicher.

So möchte ich noch einmal auf diesem Wege von Herzen „Danke“ sagen für all die investierte Zeit, die vielen geteilten Lacher und Tränen, das Mitanpacken und Spazierengehen, die Einkäufe, Spiele und Geburtstagsbesuche. Was für ein wertvoller Dienst!
Pfr. Jens Römmer-Collmann
Für das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Niederkassel