Zur Sache mit Gott

So lautet der Monatsspruch für den Oktober aus der Jahreslosung für 2022. Ein sehr schöner Spruch, der allerdings auch sehr viele Fragen aufwerfen kann, besonders in dieser Zeit. Einer Zeit, in der uns ein großer Krieg beschäftigt, in der die Corona-Pandemie nach wie vor präsent ist und in der der Klimawandel für viel Angst und Ärger sorgt. Dazu kommen noch viele andere Schwierigkeiten und natürlich auch private Probleme, die das Leben enorm erschweren.
Ich habe mich gefragt, wie es sein kann, dass in der Bibel von einem gerechten Gott die Rede sein soll, wenn doch so viel Schlechtes um uns herum passiert. Gott, der eigentlich gütig und barmherzig, warm und eine Stütze ist, sieht zu, wie all das passiert. Kann er, der Allmächtige, denn nicht einfach etwas an der Situation ändern, oder möchte er es nicht? Keine leichte Frage – das gebe ich zu. Schon Jahrhunderte vor mir haben sich schlaue Menschen den Kopf darüber zerbrochen.
Ich denke, Gott möchte nur das Beste für uns. Dennoch müssen wir erkennen, dass der Herr nicht alle Probleme für uns lösen kann. Er kann den Temperaturanstieg auf der Welt nicht schnell beenden, die Kriege nicht einfach stoppen, die Spritpreise kurzerhand senken, alle Corona-Infizierten heilen, Wohnungen bezahlbarer machen und Menschen auf der ganzen Welt ein gutes Leben er-möglichen. Das geht einfach nicht. Dafür ist auch unser Gott, der Vater und der Allmächtige, nicht zuständig. Denn die meisten dieser Probleme sind von Men-schen gemacht. Wir können nicht heute für eine tolle Zukunft für Kinder und Jugendliche beten, und darauf vertrauen, dass Gott „das schon irgendwie hinkriegt“ und morgen mit dem Auto durch die Stadt fahren. Wir können nicht erst für genügend Geld zum Leben in ärmere Länder spenden, und später den Pullover aus dem Ein-Euro-Shop kaufen, weil „Gott das schon regelt“. Da sind wir Menschen schon selbst gefragt!
Gott soll uns eine Stütze sein. Mit Gebeten können wir Kraft tanken und die wahnsinnige Kraft Gottes spüren. Wir können Gott ganz nah sein und uns gemeinsam mit ihm und unserem Glauben den Problemen stellen. Und in der Bibel können wir nach Lösungen für unsere Probleme suchen. So zum Beispiel der Satz in Galater 6, 9: „Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören“, der den Men-schen auf der Suche nach einer Wohnung Kraft und Mut spenden soll. „Hört nicht auf!“ drückt der Vers aus. „Wenn ihr weitersucht, werdet ihr etwas Gutes finden“ könnte man interpretieren. Mit einem solch einfachen Vers aus der Bibel können Wege gezeigt und Kraft von Gott gespendet werden.
Die Bibel ist Gottes Wort. Wenn wir alle uns mehr an die Bibel halten würden, könnten einige unschöne Dinge mit Sicherheit vermieden werden. „Du sollst nicht morden“ (Exodus 20, 13) heißt es in den Zehn Geboten. Würden sich alle daran halten, gäbe es vermutlich keine Kriege auf der Welt. Denke ich.
Tim Haake (T.H. ist sein Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter in unserer Kinder- und Jugendarbeit)